Im 16. Jahrhundert rückt der Wirtschaftshof vom Nebenschauplatz ins Zentrum und wird neuer Lebensmittelpunkt der Lehensherren.

Vom Wirtschaftshof zum Schloss

Burgen und Schlösser stellen im Mittelalter nicht nur Macht und Reichtum zur Schau, sie sind auch Rückzugsort und bieten Schutz, beispielsweise während des 30jährigen Krieges.

Die fortschreitende Entwicklung von treffsicheren Feuerwaffen ist für den Ausbau zum Schloss entscheidungsstiftend. Der im 10. Jahrhundert von den Herren von Schiltarn begründete Wirtschaftshof wird in weiterer Folge von den verschiedenen Burgherren von Kronsegg genutzt.

Im Wandel der Zeit

Im 16. Jahrhundert wendet sich das Blatt: Schiltern wird vom Wirtschaftshof zum Schloss ausgebaut und neuer Herrschaftssitz. Die heutige Form verdankt das Gebäude dem Freiherrn Christoph Leysser. Die Jahreszahl 1636 ist auf der Sonnenuhr an der Innenhof-Fassade abgebildet und erinnert an die Fertigstellung des Bauwerks. Wappen späterer Schlossherren finden sich an verschiedenen Stellen des Schlosses und in der dazugehörigen Kapelle, die im ersten Stock des Westflügels untergebracht ist.

Schloss-Spuren in der Gemeinde Langenlois

Nach einer wechselvollen Abfolge von Eigentümern veräußert Graf Aichelberg-Ruhmerskirch das Schloss im Jahr 1929 an die Gemeinde Langenlois. Seit diesem Besitzwechsel steht der herrliche Marienbrunnen aus dem Schlosspark auf dem Holzplatz in Langenlois, und die Statuen, die die zwölf Monate symbolisieren im Josefspark. Ein Schrank, der Bernalter Kasten, mit den Wappen des Freiherrn von Hackelberg-Landau und seiner Gemahlin Maria Magdalena von Weidling aus 1680, ist heute im Heimatmuseum Langenlois zu bestaunen.